Interim Manager im Finanz- und Rechnungswesen:
Nachhilfe in drängenden Unternehmensfragen
Themen wie Rating, IFRS oder Cost Controlling stellen die Wirtschaft vor hohe Herausforderungen. Vor allem mittelständische Unternehmen haben es schwer. Häufig mangelt es an fachlichen Ressourcenk, die vorhandenen Kompetenzlücken im Finanz- und Rechnungswesen zügig aus eigener Kraft zu schließen. Je internationaler ein Unternehmen ausgerichtet ist, desto dringlicher ist der Handlungsbedarf. Mittelstandsunternehmen können gegenüber Großunternehmen massive Wettbewerbsnachteile erledigen und lukrative Marktchancen verspielen.
Gezielte Unterstützung können Interim Manager bieten. Sie überbrücken Vakanzen und bringen Best Practice Erfahrungen ein. Vorbei ist die Zeit, in der Interim Manager vorrangig in Krisensituationen oder bei Restrukturierungen zum Einsatz kamen. Heute sind sie vermehrt im Alltagsgeschäft gefragt. So lassen sich auch komplexe Handlungsoptionen zwischen Soll und Haben prüfen und firmenindivduelle Praxislösungen entwickeln. Die Einsatzbereiche von Interim Managern reichen von der internationalen Rechnungsegung über das Cash Management bis hin zum Business Unit Controlling.
Immer häufiger steht die sukzessive Optimierung vorhandener Strukturen und Abläufe im Vordergrund. Daher sind die Erfolgsaussichten eines Interim Managements besonders hoch, wenn die Zusammenarbeit mit den Stammkräften reibungslos funktioniert und der Entfaltung von Mitarbeiterpotentialen Rechnung getragen wird. Liegen die richtigen Rahmenbedingungen vor, entsteht für Auftraggeber und Interim Manager eine win-win-Situation.
Gezielte Hilfe, dauerhafter Nutzen
Bei Auswahl und Einsatz von Interim Managern zählen nicht allein fachliche Qualitäten. Sind die richtigen Voraussetzungen erfüllt, kann ein Unternehmen langfristig von der neuen Expertise profitieren. Der BVBC empfiehlt folgende Punkte unbedingt im Blick zu behalten:
1. Feste Zeitrahmen: Interim Manager sind Führungskräfte auf Zeit. Sie sollten grundsätzlich mit kurzfristigen Projekten und Aufgaben betraut werden. Die Einsatzdauer beträgt in der Regel sieben bis zwölf Monate und höchstens zwei Jahre. Das setzt zusätzliche Leistungsanreize und schließt eine nachträgliche Verlängerung nicht aus.
2. Schnelle Integration: Zeitmanager sollten sich nicht in der Chefetage abschotten, sondern in bestehende Teamstrukturen eingliedern. Besonders wertvoll sind Kandidaten mit einer hohen Sozialkompetenz und Praxisorientierung Wer interdisziplinär denken und agieren kann, gewinnt schnell an Akzeptanz.
3. Hoher Wissenstransfer: Besonders wertvoll sind Zeitmanager, wenn sie sich im Laufe des Engagements selbst entbehrlich machen. Je strukturierter und transparenter sie vorgehen, desto einfacher können Strammkräfte in ihre Fußstapfen treten. Der Wissenstransfer sollte immer zu den zentralen Projektaufgaben zählen.